Honda VT 600 C "Shadow"

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Commanda
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Honda VT 600 C "Shadow"

Ungelesener Beitrag von Commanda » Di 26. Jun 2012, 21:19

Die 600er Shadow wird seit Ende der 80er Jahre gebaut und ist vom Grund-Aufbau stark an die 83er Harley-Softtail angelehnt. Erwähnenswert ist der wassergekühlte Motor, welcher schon in der VT 500 verbaut wurde und auch in den Transalp (Reiseenduro!!) Modellen der 90er zu finden ist. Dieser ist ein grundsolides V2 Aggregat, Laufleistungen von weit über 80.000 km sind keine Seltenheit. Die 39 PS (ab ´91, vorher 41 PS) sorgen für einen unspektakulären, aber satten Vortrieb, der Motor blubbert dunkel und satt und das ganze Motorad lässt sich, Chopper untypisch, recht agil fahren. Vibrationen nerven erst ab Tempo 120 wirklich, aber ohne Scheibe ist da schon der Winddruck so unangenehm, das man freiwillig langsamer fährt. Der Tank fasst knapp 11 Liter Benzin, vor ´93 9 Liter und reicht mit einem Durchnittsverbrauch von ca. 4,5 Litern bei mässiger Fahrweise für eine Reichweite von ca. 200 km. Ich hab sie auch schon mit weniger gefahren, da bin ich aber auf der Autobahn nicht schneller als 100 gefahren. Man sitzt relativ bequem auf der Maschine, was sie meines Erachtens ausreichend tourentauglich macht. Zündschloss und Choke sitzen stilecht auf der linken Seite am Motor.

Die 600er Shadow wird vorn von einer Einscheibenbremse, hinten von einer Trommelbremse verzögert, wobei die Hinterradbremse nicht erwähnenswert ist, was die Scheibenbremse vorn aber locker ausgleicht.

Wartungsarbeiten sind bei der Shadow etwas umständlich, da die Ingenieure viele wichtige Teile recht versteckt angeordnet haben und diese demzufolge schwer zu erreichen sind.

Erwähnenswert ist die Doppelzündung, d.h. pro Zylinder 2 Zündkerzen, wobei jeweil eine davon recht gut getarnt ist. Bei meiner Shadow begab es sich dann, das die Zündkerzen, welche getarnt sind, locker 5-8 Jahre auf dem Buckel hatten, da der Vorbesitzer nicht von ihnen wusste. Ich habe beim ersten Kerzenwechsel gleich auf die IRIDIUM Variante von NGK geswitcht, da ich von diesen überzeugt bin. Erstens brauch man lange Zeit keine Kerzen mehr wechseln, Zweitens wirken sich die, zugegeben etwas teureren Kerzen, positiv auf Start- und Ansprechverhalte, sowie Spritverbrauch aus. Zusammen mit einem K&N Dauerluftfilter ist meine Dicke bestens für den Alltagseinsatz vorbereitet.

Die Shadow hatte bis Bj. 96 nur 4 Gänge, später dann 5.

Die Batterie sitzt, gut versteckt, unter der Sitzbank. Zum Ausbau dieser oder für eine Starthilfe müssen beide Seitendeckel abgenommen werden, diese geht auch nur sehr fummelig wieder drauf. Dahinter befinden sich auch die Sicherungen.

Das Gabelöl ist relativ einfach zu wechseln, unten an den Rohren befindet sich jeweis eine Madenschraube, womit man das alte Öl ablassen kann. Bei dieser Gelegenheit sollte man gleich die Federn durch Wirth oder ähnliches ersetzen, da die Shadow vorn recht schwammig ist.

Sehr gern geht bei der VT 600 C die Abdeckkappe des Seitenständers flöten, eine neue schlägt bei Honda mit knapp 15,- € zu Buche und ist gebraucht im Netz schwer bis gar nicht zu bekommen.

Die Kennzeichenbeleuchtung ist ein wahres Feuchtbiotop, demenstprechend häufig ist auch das Birnchen zu wechseln, weil es kaputt geht. Ich habe die alte Nummernschildleuchte daher mit samt dem Halter demontiert und durch einen selbstagebauten Halter mit LED ersetzt.

Die Shadow ist Dank ihres Transen (Transalp) Triebwerks sehr zuverlässig und neigt erfreulicherweise nicht zum Rost. Ich benutze meine fast jeden Tag für den Arbeitsweg, knapp 70 km grösstenteils Autobahn. Mit einer Zubehörscheibe, Packtaschen und der angenehmen Sitzhaltung sind auch längere Touren kein grosses Problem. Da es sich bei meiner Shadow um eine Edition der US-Version handelt, sieht sie meiner Meinung nach mit ihren Zweifaden-Blinkern (Dauerlicht, US-Standlicht befindet sich i.d.R. in den Blinkern, nicht im Lampentopf), der kernigen Auspuffanlage, dem breiten Lenker und dem zweifarbigen Lack richtig hübsch aus.
017.JPG
Alles in allem eine Kaufempfehlung, jedoch fehlt mir auf der Autobahn der 5. Gang und 11 Liter sind etwas wenig für Touren. Ist aber halt ein Chopper. Meines Erachtens hat Honda die Harley nicht nur kopiert, sondern defenitiv die bessere Maschine gebaut.
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Glück auf und zwei Finger zum Gruße...

MfG

Olli

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Re: Honda VT 600 C "Shadow"

Ungelesener Beitrag von Toddy » Di 26. Jun 2012, 21:40

Sage mal gibts so nen Mopet mit ein wenig mehr leistung und hubraum ?? finde sie eigentlich gar nicht so schlecht ... nur ein bissel lahm oder '??
Ja ne is klar ...:-)
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Rainer

Re: Honda VT 600 C "Shadow"

Ungelesener Beitrag von Rainer » Di 26. Jun 2012, 22:19

Kann ich nicht bestätigen, dass sie lahm ist. Wie haben sie vor drei Jahren durch Mallorca getourt(Film ist auf meiner hp) und waren angenehm überrascht. Besonders von der Kurvenlage.

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Re: Honda VT 600 C "Shadow"

Ungelesener Beitrag von Hockeyplayer » Di 26. Jun 2012, 22:23

:gruss: Olli: " Wartungsarbeiten sind bei der Shadow etwas umständlich, da die Ingenieure viele wichtige Teile recht versteckt angeordnet haben und diese demzufolge schwer zu erreichen sind. "

Z.B. die Zündkabel,...ich glaube man muss den Tank, den Benzinhahn,die Verkleidung vorne und die ausgelutschte schraube an der Verkleidung abschrauben um einen Wechsel der Kabel zu machen... :-)

Schöner Bericht Olli!!

Ich mag das moped und es passt zu dir.

Die Leistung reicht schon....hab dich letztens nicht aus dem Rückspiegel bekommen :-)
Spaß


lg Micha

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Re: Honda VT 600 C "Shadow"

Ungelesener Beitrag von Commanda » Mi 27. Jun 2012, 06:34

Hockeyplayer hat geschrieben::gruss: Olli: " Wartungsarbeiten sind bei der Shadow etwas umständlich, da die Ingenieure viele wichtige Teile recht versteckt angeordnet haben und diese demzufolge schwer zu erreichen sind. "

Z.B. die Zündkabel,...ich glaube man muss den Tank, den Benzinhahn,die Verkleidung vorne und die ausgelutschte schraube an der Verkleidung abschrauben um einen Wechsel der Kabel zu machen... :-)


lg Micha
stimmt, ist ne Arbeit für Doofe, zum Glück hatte ich ja Hilfe! ;)
Glück auf und zwei Finger zum Gruße...

MfG

Olli

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